Diagnose
Symptome von Skabies sind vor allem Juckreiz und dadurch bedingte Kratzwunden bis hin zu Hautausschlag, der durch Bakterien in den Wunden verursacht wird. Die Gänge, in denen die weiblichen Krätzemilben ihren Kot und die befruchteten Eier, die die Auslöser der Hautreaktionen sind, ablegen, sind oft mit dem bloßen Auge sichtbar. Sie sind rötlich und linienförmig und am Ende leicht erhöht. Die Erhöhung am Ende des Ganges ist die Milbe. Auch die Milben selbst, die 0,3 bis 0,5 mm groß sein können, sind sichtbar. Bei Betrachtung mithilfe eines Mikroskops kann die Krätzemilben als solche spezifiziert und die Krankheit Skabies diagnostiziert werden. Am häufigsten sind Körperregionen mit Hautfalten vom Milbenbefall betroffen, aber auch Körperstellen, auf denen sich keine Milben oder deren Kot bzw. Eier befinden, können allergisch auf die Parasiten reagieren und Symptome aufweisen.
Neben der mikroskopischen Untersuchung wird auch die sog. Tintenmethode zwecks Diagnose genutzt. Hierbei werden die Milbengänge mit wasserlöslicher Tinte sichtbar gemacht. Außerdem wird der sog. Tesafilmabrisstest zur Untersuchung bei Verdacht auf Skabies angewendet: Ein Klebestreifen wird auf der betroffenen Hautstelle angebracht und dann wieder abgezogen: Unter dem Mikroskop wird der Streifen dann untersucht. Es befinden sich darauf u. U. Larven, Milben oder der Kot bzw. die Eier der Milben. Zur Gewinnung des zu untersuchenden Hautmaterials kann auch ein Hautknoten mithilfe eines Skalpells oder eines geschärften Löffels geöffnet und ausgeschabt werden.
Eine Sonderform, die sog. gepflegte Krätze, ist meist nicht leicht erkennbar. Zwar kann der Parasitenbefall genau wie bei den anderen Formen mikroskopisch nachgewiesen werden, jedoch wird der Verdacht auf Skabies hier oft erst spät geäußert, da die Symptome der gepflegten Krätze sehr schwach sind bzw. meist nur aus Juckreiz bestehen.
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